
Eine preiswerte Bildung für alle ist eine soziale Verpflichtung.
Dr. Robert Hofmann, Geschäftsführer des Bayerischen Seminars für Politik e.V., 2004
Politische Bildung ist kein Luxusgut, sondern unabdingbare Voraussetzung effektiven politischen Handelns auf kommunaler, Landes-, Bundes- und der europäischen Ebene. Aufklärung und Forderung nach Verständnis für die praktizierte Politik sind nicht nur legitime Anliegen, sondern auch enorm wichtig für die Stabilität unseres demokratischen Systems.
Carmen König, 1. Vorsitzende des Bayerischen Seminars für Politik e.V., 2003
Durch politische Bildung kann die Demokratie tatsächlich erst in einem besonderen Maße funktionsfähig gemacht werden. Auf der einen Seite steht also die Pflege der grundsätzlichen Wertorientierung des Menschen, die aus seiner naturgemäßen Veranlagung stammt, dies bildet die Basis der politischen Bildung. Von dieser Basis aus kann dann Orientierungswissen, Entscheidungswissen und Handlungswissen aufgebaut werden, um dann tatsächlich unsere Demokratie weiter zu entfalten.
Fritz Pirkl,"Vierzig Jahre politische Bildung in der Demokratie, Dokumentation Kongress im Berliner Reichstag vom 10.-12. November 1989", Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1990
Der Bestand einer freiheitlichen Demokratie hängt in hohem Maße davon ab, dass die Bürgerinnen und Bürger aus Kenntnis der politischen Strukturen und parteipolitischen Richtungen ihre Wahl treffen und nicht aus emotionaler Beliebigkeit. Der mündige Bürger hat einen Anspruch darauf, in diesem überaus wichtigen Bereich so unterrichtet zu werden, dass er seine staatsbürgerliche Verantwortung angemessen wahrnehmen und sein Wahlurteil auf verlässliches Wissen gründen kann.
Roswitha Wisniewski, "Vierzig Jahre politische Bildung in der Demokratie, Dokumentation Kongress im Berliner Reichstag vom 10.-12. November 1989", Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1990
Heute ist politische Bildung eine Selbstverständlichkeit. Sie wird als notwendige Aufgabe von allen anerkannt. Zum demokratischen Staat gehört untrennbar die Mitwirkung und die Kontrolle durch die Bürger. Er, der demokratische Staat, ist von dem Engagement, von den Kenntnissen, von der Mündigkeit dieser Bürger abhängig. Daher ist politische Bildung, die diese Fähigkeiten fördert, eine permanente Aufgabe.
Franz Kroppenstedt, "Vierzig Jahre politische Bildung in der Demokratie, Dokumentation Kongress im Berliner Reichstag vom 10.-12. November 1989", Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1990
Politische Bildung ist eine öffentliche Aufgabe; in Parlament und öffentlicher Meinung besteht Übereinstimmung darüber, an ihr möglichst viele gesellschaftliche Kräfte zu beteiligen. Diese sollten von der öffentlichen Hand als Partner betrachtet und behandelt werden.
Theodor Pfizer, Hrsg. "Bürger im Staat - Politische Bildung im Wandel", Kohlhammer 1971
Das erklärte Ziel der politischen Bildung ist es, möglichst vielen die Chance zu geben, urteilsfähige und interessierte Bürger zu werden. Gerade die pluralistische Gesellschaft benötigt einen Minimalkonsens über die politische Ordnung bzw. über die Konfliktregelung. Dieser kann von den gesellschaftlichen Kräften kaum allein gewahrt und entwickelt werden. Der Staat muss helfen! Politische Bildung ist daher eine öffentliche Aufgabe.
Herbert Schneider, in "Bürger im Staat, Politische Bildung im Wandel, Hrsg. Theodor Pfizer, Reihe Kohlhammer, 1971
Ausschlaggebend für unsere Arbeit ist die Überzeugung, dass erwachsene Bürger Hilfestellungen durch politische Bildungsarbeit benötigen, um ihre Rechte und Pflichten als aktiv handelnde Demokraten wirkungsvoller wahrnehmen zu können. In unseren Seminaren geht es um die Vermittlung politischen Grund- und Aufbauwissens, um Anleitungen zum praktischen Handeln sowie um gründliche Informationen zu aktuellen und brisanten Themen. Der Schwerpunkt liegt für uns dabei nicht auf dem Einpauken von Faktenwissen. Vielmehr bemühen wir uns, auch Zweifel und Kritik zu wecken, Vorurteile abzubauen, damit begründete Urteile und Handlungsmotivationen entstehen können.
Bayerisches Seminar für Politik e.V., München
Politische Bildung ist nötig, weil nach unserer Verfassungsordnung
die Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Wer sich selbst regiert oder auch nur
andere damit beauftragt, dieses Geschäft für ihn zu erledigen,
muss natürlich wissen, um was es dabei geht.
Dass der Staat - und überhaupt das gemeinschaftliche Leben - richtig
funktioniert, hängt davon ab, dass eine möglichst große Zahl
von Bürgern politisch gebildet ist und davon auch bei passender Gelegenheit
Gebrauch macht.
Prof. Dr. Thomas Ellwein, 1. Leiter der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung, 1956