
Hildegard
Hamm-Brücher, geboren am 11. Mai 1921 in Essen, studierte von 1940
bis 1945 Chemie in München. Sie unterstützte den Widerstandskreis
"Die Weiße Rose" um die Geschwister Scholl an der Universität
München. Nach der Promotion war sie von 1940 bis 1949 Redakteurin bei
der "Neuen Zeitung" in München.
1948 ging sie in die Politik als Stadträtin, Abgeordnete im bayerischen Landtag und im Bundestag, Staatssekretärin in Hessen und Staatsministerin der Bundesregierung. 1994 kandidierte sie für das Bundespräsidentenamt. 1995 erhielt sie als erste Frau die Ehrenbürgerschaft der Stadt München.
Sie ist Gründerin und Vorsitzende der Theodor-Heuss-Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur. 2002 wurde ihr der Wartburg-Preis verliehen. Der Preis der Wartburg-Stiftung Eisenach für "eine moralisch integre Persönlichkeit", "die sich durch ihre Tätigkeit in der Theodor-Heuss-Stiftung zur Förderung der politischen Kultur, ihren Kampf um den Erneuerungsprozess der Demokratie, ihr Wirken für die Entspannungspolitik und ihren unermüdlichen Einsatz in der Bildungspolitik zur grundlegenden Verbesserung des Erziehungs- und Schulsystems große Verdienste erworben hat."