Unser Seminarprogramm

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Internationale Beziehungen

Perspektiven gesamteuropäischer Sicherheit - Raketenabwehr & Nuklearwaffenmodernisierung in Europa

31.03.2017 - 02.04.2017, Würzburg
Die Atomkriegsuhr (Doomsday Clock) steht derzeit auf Drei Minuten vor Zwölf. Die symbolische Uhr der Zeitschrift "Bulletin of the Atomic Scientists" soll der Öffentlichkeit verdeutlichen, wie groß das derzeitige Risiko einer globalen Katastrophe, insbesondere eines Atomkrieges, ist. Barack Obama ist mit seinem ausgerufenen Ziel des "Global Zero" und damit der weltweiten Abschaffung von Atomwaffen gescheitert, und erst kürzlich hat sein Nachfolger im Amt die bisherige Strategie des Nuklearen Schutzschirms der NATO angezweifelt. Muss Deutschland erwägen, sich atomar zu bewaffnen, weil ein Präsident Donald Trump die Schutzgarantie der USA aufkündigen könnte? Diese Frage wäre vor kurzem noch nicht gestellt worden, inzwischen wird aber darüber auch in Deutschland diskutiert. Zudem haben sowohl Russland als auch die USA angekündigt zwar keine neuen Atomwaffen zu entwickeln, was bisherige Verträge verbieten, aber doch ihre alten zu modernisieren und dabei erneut das gefährliche Spiel mit dem Atomkrieg zu riskieren. Ist die Nukleare Abschreckung noch immer die geltende Strategie des Westens oder gefährden neue Entwicklungen wie bspw. der Raketenschirm die Stabilität zu anderen Ländern? Der Arbeitskreis Darmstädter Signal, ein Verein kritischer Soldaten der Bundeswehr, beschäftigt sich bei diesem Wochenendseminar vom 31.3.-2. April in der Akademie Frankenwarte in Würzburg mit den aktuellen Fragen zu diesem Thema. Mit Experten aus der Wissenschaft, Referenten der Antiatomwaffenbewegung und Vertretern der Politik (u.A. MdB Karl-Heinz Brunner vom Unterausschuss Abrüstung), nähern sich die Teilnehmer den Fragen der Zeit und versuchen dabei Antworten auf die neuen Herausforderungen zu finden. Mehr

Internationale Beziehungen

Erdogan und die „Neue Türkei“

12.06.2017 - 16.06.2017, Kochel am See
 ++ Dieses Seminar kann nach Antragsstellung als Bildungsurlaub anerkannt werden ++ Die türkische Regierung unter Präsident Erdogan steuert ihre Politik in diktatorische Verhältnisse. Der anfangs gewählte und propagierte "Weg zwischen den Fronten" (islamische AKP/Kemalismus) ist gescheitert! Die anfängliche wirtschaftliche und politische Erfolgsgeschichte Erdogans ist mittlerweile aus den Fugen geraten: eine wirtschaftliche und finanzielle Stagnation/Rezession im Lande, Massenproteste in den Metropolen, staatliche Gängeleien, Erpressungen und Zensuren (Presse/Medien), Ausnahmegesetze, Inhaftierungen von Kritikern und Oppositionellen, Berufsverbote, massenhafte Entlassungen (u.a. Richter, Staatsanwälte, Lehrer ua.), Korruption im großen Umfang: das Scheitern eines neuen Weges! Wie geht es weier in der Türkei nach den Wahlen von 2015 und dem Putschversuch von 2016? Folgende Themenschwerpunkte werden angesprochen: - Strippenzieher und Hintergründe des Putschversuchs -Der Kampf gegen die Kurden (PKK/YPG) und gegen einen "Kurdenstaat" -Wie weiter mit der EU (Beitrittsverhandlungen/Flüchtlingspakt)? -Der Kampf der Türkei gegen den Terror im Nahen Osten -Der perspektivische außenpolitische Kurs Erdogans (USA/Rußland/Iran/China/Syrien) -Wie soll die neue Verfassung der Türkei aussehen? Mehr

Internationale Beziehungen

Hunger, ein Exportschlager aus Deutschland?

23.06.2017 - 25.06.2017, Kochel am See
Weltweit hungern 795 Millionen Menschen, 90 Prozent von ihnen hungern chronisch. Die Gründe dafür liegen in Politiken und Strukturen, durch die bestimmte Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und benachteiligt werden. Ihnen wird der Zugang zu Nahrung und den Ressourcen zu ihrer Herstellung, wie Land, Saatgut und Wasser, verwehrt. Häufig geschieht das durch Privatisierungen im Interesse internationaler Agrarkonzerne, Banken oder Pensionskassen. Auch die Politik der Bundesregierung führt zu Hunger im Ausland. Beispiele dafür finden sich unter anderem in der Entwicklungspolitik und der EU-Agrarpolitik. Durch die zunehmende Einbindung von Unternehmen in die staatliche Entwicklungszusammenarbeit, werden deren Profitinteressen oft stärker bedient als die Menschenrechte der Hungernden. Durch die starke Ausrichtung der Landwirtschaft auf den Export werden Familienbetriebe im globalen Süden in den wirtschaftlichen Ruin getrieben. Mehr

Internationale Beziehungen

Drohnenkrieg zwischen Politik, Ethik und Menschenrechten

14.07.2017 - 16.07.2017, Kochel am See
Durch neue Techniken können Drohnen nun auch mit Waffen ausgestattet werden, die unbemannt ihr Ziel suchen und gegebenenfalls töten. Wie können Menschen beim Einsatz ferngelenkter, autonom operierender Drohnensysteme geschützt werden? Ist eine gezielte Tötung als Selbstverteidigung zulässig? Welche Bedenken gegen den Einsatz von Kampfdrohnen gibt es im Lichte des Grundsatzes der Menschenwürde und des Völkerrechts? Mehr

Internationale Beziehungen

Afrika südlich der Sahara: Deutschlands Verantwortung angesichts von Staatsversagen und Demokratisierungsversuchen

31.07.2017 - 04.08.2017, Kochel am See
 ++ Dieses Seminar kann nach Antragsstellung als Bildungsurlaub anerkannt werden ++ Afrika hat sich verändert. Während einige Regionen ökonomisch und politisch große Fortschritte machen, scheinen andere in Gewalt und Bürgerkriegen zu versinken. Vor allem in Ostafrika prallen die Gegensätze aufeinander. Welchen Herausforderungen sollte sich Deutschland angesichts dieser Entwicklungen stellen? Mehr

Internationale Beziehungen

Hunger als Fluchtmotiv – Globale Ursachen und Hintergründe

07.08.2017 - 11.08.2017, Kochel am See
 ++ Dieses Seminar kann nach Antragsstellung als Bildungsurlaub anerkannt werden ++ Über 60 Mio Menschen sind global auf der Flucht! Sie flüchten einerseits (und vor allem) aus innerstaatlichen Gründen: Krieg/Terror in den Herkunftsländern, wegen Korruption, Ausgrenzung und ethnischen Konflikten, wegen Hunger, Armut, Verelendung, Arbeitslosigkeit! Die Situation dieser Menschen wird immer dramatischer! Es sind aber auch globale Ursachen: das Versagen internationaler Organisationen (UNO/IWF/Weltbank ua.), globale Spekulationen (u.a. auf Finanzen,Nahrungsmittel), die Gier internationaler Konzerne nach Profit, der Abschottungspoliti von Ländern/Staatenbündnissen,, der internationale Waffenhandel, "Land-Grabbing", Klimawandel, ausbeuterische Abkommen zwischen Staaten und Konzernen etc Wir fragen nach Hintergründen und Ursachen dieser Faktoren, wollen aber auch Zukunftsszenarien/ Lösungsmöglichkeiten entwerfen! Haben diese Menschen eine hoffnugsvolle Zukunft? Mehr

Internationale Beziehungen

Schwellenländer auf dem Vormarsch: Weltordnung im Umbruch?

18.09.2017 - 22.09.2017, Kochel am See
Die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika stellen ca. 40 % der Weltbevölkerung, aber nur etwas mehr als ein Fünftel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Ein Umstand, der sich vor allem durch die zunehmenden Investitionen aus dem Ausland ändern wird. Wir wollen wissen, wie eine kulturelle, politische und wirtschaftliche Partnerschaft für Deutschland aussehen kann. Mehr