Logo
Sie befinden sich hier:
/ Kursdetails
/ Kursdetails

Das Kopftuch in Institutionen: zwischen religiöser Neutralität des Staates, Religionsfreiheit und Diskriminierungsverbot

Veranstalter Veranstalter: Bayerisches Seminar für Politik e.V. Bayerisches Seminar für Politik e.V.
Datum Mo. 14.06.2021 ab 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Veranstaltungsart Digitales Format
Kursnummer 21O0603
Kursgebühr Teilnahme kostenfrei
Kursleitung Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt
Seyran Ates
Pola Sarah Nathusius
Malika Mansouri
Gabriele Boos-Niazy

Egal, ob es um die Frage der Kopftücher muslimischer Beamtinnen oder das Aufhängen von Kruzifixen in staatlichen Einrichtungen geht, es gibt kaum ein anderes Menschenrecht, das sowohl international als auch national so in der Debatte steht wie die Religionsfreiheit.
Der Bundesrat hat am 07.Mai 2021 einem neuen Gesetz zum äußeren Erscheinungsbild von BeamtInnen zugestimmt.
Es enthält Regelungen darüber, inwieweit Tattoos, Piercings, Bärte oder anderer Körperschmuck für BeamtInnen zulässig sind und verweist auch auf religiöse Symbole und Bekleidung. Viele KritikerInnen befürchten ein weitreichendes Verbot religiöser Symbole und Kleidungsstücke und somit auch eine Hintertür für ein etwaiges Kopftuchverbot.
Die Bundesregierung versichert, der Zweck des Gesetzes bestünde nicht darin, das Tragen religiöser Symbole zu regeln und käme nur in Ausnahmefällen zur Anwendung.
Aber was genau ist damit gemeint? Welche Auswirkungen hat das Gesetz in der Praxis? Inwiefern steht das Neutralitätsgebot, welches im Grundgesetz festgeschrieben ist, dem Recht auf Religionsfreiheit gegenüber?
Der Landtag in NRW hat im März 2021 ein Gesetz verabschiedet, welches das Tragen von religiös geprägten Symbolen oder Kleidungsstücken - egal ob Kreuz, Kippa oder Kopftuch - für Justizbeschäftige untersagt.
Bedeutet das beschlossene Gesetz ein Berufsverbot für verbeamtete muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen oder kommt es hier auf den Einzelfall an? Gibt es Unterschiede bei der Ausübung religiöser Praxis und dem Tragen religiöser Symbole und Kleidungsstücke?
Ist das Neutralitätsgesetz wie z.B. in Berlin für multikulturelle, multireligiöse und multiethnische Gesellschaften notwendig oder stärkt es z.B. antimuslimischen Rassismus?

Diesen Fragen möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen und unseren ReferentInnen stellen. Diskutieren Sie mit uns und:
Seyran Ates (Rechtsanwältin, Autorin und Gründung der Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin)
Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt (Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik, Erlangen)
Malika Mansouri (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für öffentliches Recht, deutsches und internationales Sozialrecht, Rechtsvergleichung, Bielefeld)

Moderatorin: Pola Sarah Nathusius (Journalistin, Politologin)

+++ Die Veranstaltung ist kostenfrei! Eine Anmeldung ist notwendig, um die Zugangsdaten (für die Online-Diskussion auf der Plattform Zoom) zu erhalten. ++++



Kurs abgeschlossen

Kursort

Online