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Holocaust und Vernichtungskrieg in der Sowjetunion

Veranstalter Veranstalter: Georg-von-Vollmar Akademie Georg-von-Vollmar Akademie
Datum So. 15.11.2020 ab 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Veranstaltungsart Außenveranstaltung
Kursnummer 20184627
Kursgebühr Teilnahme kostenfrei. Bitte um Anmeldung über info@vollmar-akademie.de
Kursleitung Jim Tobias
Birgit Mair
Julia Chakhina
Klara Gorlatschowa
Julia Tibulschi

+++ Einlass ab 15 Uhr +++

+++ Die gesamte Veranstaltung wird auf deutsch-russisch übersetzt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V., Nürnberg statt. +++

Programm:

Die Veranstaltung bringt Menschen aus verschiedenen Altersgruppen und mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen, um die Gräueltaten des Naziregimes und des Krieges in Osteuropa und Russland zu diskutieren. Anhand eines Kurzvortrags von Dr. Dietzfelbinger wird den Teilnehmer*innen ein historischer Überblick über die Zeit und Ereignisse geboten. Diese werden dann im Jim Tobias‘ Kurzfilm „Der schwarze Mittwoch“ aufgegriffen und in Hinsicht der ethisch-moralischen Perspektive beleuchtet sowie in der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde besprochen. Das Herzstück der Veranstaltung stellen zwei Zeitzeuginnenberichte von Klara Gorlatschowa und Wera Jessakowa dar. Diese bringen die subjektive Perspektive und Leid der betroffenen in den Vordergrund und halten die traumatischen Erlebnisse auch für die jüngere Generationen lebendig in Erinnerung.

Im Abschluss des Programms wird eine künstlerische Auseinandersetzung und Interpretation der Erinnerung an Holocaust und Vernichtungskrieg in Ausführung von Julia Tibulschin und Dr. Anna Schechtman geboten, um die Veranstaltung emotional abzurunden und ästhetisch zu untermauern, sowie um den kulturellen Austausch zu ermöglichen.

Zeitzeugenberichte der jüdischen Holocaust-Überlebenden: Klara Gorlatschowa und Vera Yessakova
Vortrag: "Die Verbrechen der Wehrmacht in der Sowjetunion", Dr. Eckart Dietzfelbinger, Historiker
Filmvorführung und -gespräch mit Regisseur Jim Tobias
"Der Schwarze Mittwoch - Polizeikompanie Nürnberg vernichtet Kortelisy"
Moderation: Birgit Mair, Rechtsextremismus-Expertin
Musikalische Begleitung: Julia Tibulschi (Eigenkomposition, Klavier)


Erläuterung zum Film:
Am Mittwoch, den 23. September 1942 zerstörten Angehörige der Polizeikompanie Nürnberg die ukrainische Gemeinde Kortelisy und ermordeten 2875 Bewohner. Nur wenige überlebten dieses Massaker. Die Kompanie wurde im August 1941 aus Nürnberger Polizeibeamten sowie aus Reservisten zusammengestellt. Aufgrund der Herkunft ihrer Angehörigen wurde die etwa hundert Mann starke Truppe "Reserve Polizei Kompanie Nürnberg" genannt. Sie war in Brest-Litowsk stationiert und unterstand dem dortigen SS- und Polizeiführer. Die Mordtaten in Kortelisy und bei der späteren Räumung des jüdischen Ghettos in Brest-Litowsk waren Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. In beiden Fällen gingen die Behörden davon aus, dass Mitglieder der Polizeikompanie an "rechtswidrigen Tötungen" beteiligt waren. Die Existenz der Polizeikompanie Nürnberg und deren Mordtaten ist in Nürnberg weitgehend unbekannt. Jim Tobias hat die letzten Zeitzeugen des Massakers in Kortelisy ausfindig gemacht.

Eintritt frei!



+++ Anmeldung über info@isfbb.de +++

Kursort

Villa Leon
Philipp-Körber-Weg 1
90439 Nürnberg